9.9.16

Stefan Keller
Stirb, Romeo!





Bonn 1984
Die Bundeshauptstadt in den Achtzigern ist das Operationsfeld für die sogenannten "Romeo-Agenten", die der DDR-Geheimdienst ausschickt, damit sie Sekretärinnen an den Schaltstellen der Politik verführen und ihnen geheime Informationen entlocken. Ein ideales Opfer für den angeblichen Musiker Yannick Moreno ist da Vera Marx aus einem Vorzimmer im Verteidigungsministerium. Halb zieht Yannick sie, halb sinkt sie hin, nachdem sie entdeckt hat, dass ihr Mann sie mit einer Praktikantin betrügt. Zu dem Wechselbad der Gefühle kommt für Vera das perfide Spiel von Wahrheit, Lüge, Täuschung und Betrug, mit dem Yannick sie konfrontiert. Der Düsseldorfer Autor Stefan Keller inszeniert "Stirb, Romeo!" als eine Geschichte über die Liebe in Zeiten des NATO-Doppelbeschlusses, mit Anklängen an die Fernsehserie "Deutschland 1983". Und das dramatische Finale führt uns dann noch auf die andere Seite der Mauer nach Wandlitz.    rja
Unterhaltsam (drei Sterne)
Stefan Keller
Stirb, Romeo!
Gmeiner, 342 Seiten, 


NRZ / WAZ / WR /Funke-Medien
9.9.2016