20.6.16

Holger Karsten Schmidt
Auf kurze Distanz



Der Undercover-Einsatz für den Polizisten Klaus Burck ist lange und sorgfältig vorbereitet. Mit der Legende eines Bullen, der wegen Unterschlagung von Beweisen geschasst wurde, wird er in die Szene der illegalen Sportwetten eingeführt. Er soll die Drahzieher des Millionengeschäftes enttarnen und überführen.
Sobald er in den Wettbüros, den Kneipen, der tristen Vosrtadt zuhause ist, spielt sich Burck an Luka heran, das seiner Meinung nach schwächste Glied der Goric-Clans, der die Wettgeschäfte betreut und steuert und daran verdient.
Da werden Fussballspiele der unteren Ligen verschjoben, Tennismatches manipuliert, eigentlich alles, was möglich ist gefingert und getrickst, um dann mit den darauf platzierten Wetten abzukassieren.
Schneller als erwartet findet Burck über Luka Kontakt zu dem Familienclan - doch je näher er den Menschen kommt, die er bespitzeln und überführen soll, desto brühiger werden die Loyalitäten. Bis Burck am Ende nicht mehr weiß, auf welche Seite er gehört.
Knallharter Polizei- und Unterweltroman, packend erzählt, punktgenaue Spannung. (Reinhard Jahn WDR5 Mordsberatung)


Wett-Mafia
Der Undercover-Einsatz für den Polizisten Klaus Burck ist sorgfältig vorbereitet. Mit der Legende, er sei ein korrupter Bulle, wird er in die Szene der illegalen Sportwetten eingeführt. Da werden Fußballspiele, Tennismatches oder Boxkämpfe verschoben und Millionen verdient. In den Wettbüros und den tristen Vorstadtkneipen spielt sich Burck an Luka heran, das schwächste Glied der Goric-Clans, der die Wettgeschäfte steuert.  
Doch je näher Burck denen kommt, die er bespitzeln soll, desto brüchiger werden die Loyalitäten. Die knallharte Polizei- und Unterweltgeschichte "Auf kurze Distanz" ist die Romanfassung des brillanten ARD-Fernsehfilms von Holger Karsten Schmidt, vom Autor selbst adaptiert. Eine spannende, packende, präzise recherchierte Story.       rja
Punktgenaue Spannung (Vier Sterne)
Holger Karsten Schmidt:
Auf kurze Distanz
rororo, 336 Seiten,

NRZ / WAZ / WR Funke Medien
20.6.2016


17.6.16

Christian Roux
Mann mit Bombe

Larry und Lu – die beiden haben sich nicht gesucht, aber doch gefunden. Als Larry, Tontechniker, frustriert vom endlosen Bewerbungsmarathon eines Langzeitsarbeitslosen mit seiner Bombe (na ja, was heißt Bombe – es würde schon knallen, aber nicht so richtig schlimm) – als Larry also mit seiner Bombe in eine Bank geht, gerät er mitten in einen Banküberfall, den die rothaarige Lu gerade mit ihren Komplizen durchzieht.
Kurzerhand zückt Larry seine Bombe, kidnappt Lu, und die beiden machen sich um geklauten Fluchtwagen der Bankräuber davon. Es geht kreuz und quer durch Frankreich, als eine Noir-Variante von Bonnie und Clyde. Wenn sie Geld brauchen, überfallen sie einfach ein Postamt (Larry entwickelt da schnell eine gewisse Routine an) und zwischendurch fragt sich Lu, warum Larry nicht mit ihr in die Kiste will.
Ein Road-Movie mit Anklängen an den jungen Jean-Paul Belmondo (okay, Larry ist schwarz, aber was soll's) mit einem Schuss Tarantino (und Anklängen an den "Todestrieb" des französischen Star-Gangsters Jacques Mesrine). Das alles perfekt abgeschmeckt, dynamisch, packend, rasant erzählt, mit schnellen Dialogen und sardonischen Sarkasmen, die den Zustand der beiden Helden stets genau auf den Punkt bringen: Sie haben keine Chance, aber sie nutzen sie.
(Reinhard Jahn, WDR5 Mordsberatung) April 2016












Mann mit Bombe
Larry und Lu – die beiden haben sich nicht gesucht, aber doch gefunden. Als Larry, entnervt vom Bewerbungsmarathon eines Langzeit-Arbeitslosen mit seiner aus Frust gebauten Bombe in eine Bank geht, gerät er mitten in einen Überfall, den die rothaarige Lu gerade mit ihren Komplizen durchzieht.
Kurzerhand droht Larry mit seiner Bombe, kidnappt Lu und macht sich mit ihr im Fluchtwagen der Bankräuber davon.
Der Mann mit der Bombe von Christian Roux  ist ein französisches Road-Movie mit Bildern wie aus den Filmen des jungen Jean-Paul Belmondo, mit einem Schuss Quentin Tarantino abgeschmeckt und Anklängen an den "Todestrieb" des französischen Star-Gangsters Jacques Mesrine gewürzt. Das alles äußerst schlank, dynamisch und packend erzählt, mit schnellen Dialogen und sardonischen Sarkasmen, die den Befindlichkeit der beiden Helden auf den Punkt bringen: Sie haben keine Chance, aber sie nutzen sie..     rja
Engagiertes Krimidrama (Fünf Sterne)
Christian Roux:
Der Mann mit der Bombe
Polar-Verlag, 152 Seiten,

NRZ / WAZ / WR Funke Medien
17.06.2016