17.11.17

Krimi der Woche


Ab dem 1. Dezmber in diesem Blog:
Der Mord nach Rezept-Adventskalender

Mit Weihnachtskrimis, Krimi-Rankings und anderem Krimikram...
Jeden Tag eine neue Krimi-Idee....


Krimi der Woche:

Kein Anschluss für den Mörder

Essen-Krimi von Ralph Petersen

Kommissar Krüger hat während des Urlaubs seiner Kollegin einen Fall ganz allein gelöst: Der Vermögensberater Rossbach gab an, seine Klientin Erna Vogel sei während eines Telefonats mit ihm erschossen worden. Doch die Spuren am Tatort sprechen eine andere Sprache


Kommissarin Mara Klein ist gespannt, was sie im alten Essener Präsidium an der Büscherstraße am ersten Arbeitstag nach ihrem Urlaub erwartet. Zuerst einmal ist es die Feststellung, dass der Kaffeeautomat der Mordkommission repariert worden ist. Und dann die Tatsache, dass ihr Kollege Krüger ihr eine Mordakte mit einem »Erledigt«-Zettel hingelegt hat.
   »Sie haben einen Fall ganz ohne mich gelöst?«, fragt sie grinsend.
   »Während Sie auf Formentera in der Sonne lagen!«, meint Krüger stolz. »Es fing am 23. August um 14.32 Uhr mit einem Notruf bei der 110 an, als ich dort Bereitschaft hatte. Ein Alf Rossbach aus Kettwig erklärte, er habe soeben mit Erna Vogel telefoniert und dabei einen Schuss gehört. Er vermutete, Frau Vogel sei während des Gesprächs in ihrem Haus in Werden ermordet worden. Ich fuhr mit einer Streife sofort nach Werden in die Heckstraße, gleich beim alten Bürgermeisterhaus. Um 14.44 Uhr war ich da. Vor dem Haus wartete aufgeregt Alf Rossbach, der Vermögensverwalter von Erna Vogel. Er sagte, er sei eben erst angekommen. Ich ging ums Haus herum und sah durch die Terrassentür Frau Vogel drinnen im Wohnzimmer neben dem Schreibtisch liegen. Der Hörer des Telefons baumelte noch herunter.«
  »Nahezu klassisch!« Mara Klein fischt den Obduktionsbericht aus der Akte. Erna Vogel, 68 Jahre alt, war nach dem Befund etwa um 14.30 Uhr erschossen worden. »Dieser Alf Rossbach schien also am Telefon Zeuge des Mordes geworden zu sein«, sagt sie.
   »Ja, so sah es aus«, meint Krüger. »Bei der Spurensicherung sah ich mir Frau Vogels Telefon an - ein Festnetzapparat, aus dem herunterbaumelnden Hörer war das Freizeichen zu hören. Fingerabdrücke waren weder auf dem Hörer noch auf dem Apparat zu finden. Rossbach sagte aus, Frau Vogel habe ihn angerufen, um ein paar Vermögensfragen zu besprechen. Mitten im Gespräch habe er einen Schuss gehört und danach nur noch ein Stöhnen. Er habe daraufhin sofort die 110 angerufen. Aber dann ...« Krüger druckst herum. »Nun ja, dann half mir der Zufall. Ich drückte auf Erna Vogels Telefon die Wahlwiederholung, die die zuletzt gewählte Rufnunmmer noch einmal anruft, und es meldete sich ...«
   »... die Notrufzentrale der Polizei!«, setzt Mara Klein lächelnd fort.
   »Genau!« Krüger ist verblüfft. »Damit war klar, dass Rossbach uns von Erna Vogels Apparat aus angerufen hatte, nachdem er Erna Vogel erschossen hatte. Mit seiner Lügengeschichte versuchte er sich ein Alibi verschaffen. Erna Vogel wollte ihn anzeigen, weil er Geld unterschlagen hatte.«
   »Gut kombiniert«, sagt Mara. »Aber Sie hätten noch viel früher merken können, dass an Rossbachs Geschichte etwas faul war.«
   »Klar«, meint Krüger. »Nachher ist mir das auch aufgefallen: Auf Erna Vogels Telefon waren absolut keine Fingerabdrücke zu finden, weil Rossbach nach seinem Anruf alles abgewischt hatte. Aber wenn Frau Vogel wirklich beim Telefonieren getötet worden wäre, hätten zumindest ihre Abdrücke auf dem Hörer sein müssen, nicht wahr?«
   »Dann kann ich ja gleich wieder in Urlaub fahren«, meint Mara.
Doch Krüger grinst. »Nein, jetzt bin ich erst mal dran!«











Ralph Petersen
Kein Anschluss für den Mörder
© by author/Jahn facts&fiction

13.11.17

Ging es um Schutzgeld?

Familienbande


Von Manfred Mainau

   
Luigi Panizzi war um 22 Uhr vor seiner Pizzeria im Westend im Kugelhagel gestorben. Ein Mann hatte aus dem Seitenfester eines Volvos geschossen, als Luigi vor seinem Restaurant eine Zigarette rauchte.
    »Luigi hatte kurz zuvor noch die Tageseinnahme von 2000 Pfund nach oben in seine Wohnung gebracht«, fasste Kommissarin Vera Falck zusammen, die in diesem Fall gemeisnam mit Kommissar Lux ermittelte. »Sein Bruder Gennaro vermutet, dass Schutzgelderpresser hinter dem Attentat stecken. Luigis Sohn Rico, der in der Pizzeria in der Küche arbeitet, verdächtigt jedoch seinen Onkel Gennaro. Der ist Teilhaber des Restaurants und muss sich jetzt nicht mehr mit einem unbequemen Partner herumplagen.«
    Kommissar Lux sah durch die Fensterscheibe drinnen in der Pizzeria einen kräftigen älteren Mann  auf einen jungen Burschen  einreden. »Das sind die beiden«, sagte Vera Falck, die den Blick des Kommissars bemerkte. »Und wie der Zufall es will, waren beide nicht in der Pizzeria, als  Luigi starb. Rico hatte um 21.50 Uhr seine Pause genommen, und Gennaro war kurz nach 21 Uhr hinauf in Luigis Wohnung gegangen, um die Buchhaltung zu machen. Er wurde danach erst um 22.10 Uhr wieder gesehen.«
    »Ich vermute, dass es Schutzgelderpresser waren!«, sagte Gennaro gleich darauf im Verhör. Dann streifte sein Blick Rico, den Sohn des Toten. »Obwohl dieser junge Mann auch allen Grund für den Mord gehabt hätte. Luigi wollte Rico nämlich enterben, weil er ihm nicht zutraute, die Pizzeria nach seinem Tod weiterzuführen.«
    »Was für eine perfide Unterstellung!«, zischte Rico.
    Vera Falck hatte unterdessen einen Anruf erhalten und kam zu Kommissar Lux. »Man hat den Volvo gefunden, aus dem geschossen wurde. Der Wagen ist zwanzig Minuten vor dem Attentat von einem Supermarkt-Parkplatz gestohlen worden. Eine Kamera hat den Diebstahl gefilmt.«
    »Damit«, sagte Lux, »scheidet schon einmal einer unserer Verdächtigen als Täter aus.« Er wandte sich an Rico. »Ihr Onkel steckt hinter dem Anschlag.«


Warum?


Lösung: 

Der Anschlag geschah um 22 Uhr statt, das Tatfahrzeug wurde 20 Minuten vorher gestohlen. Rico wurde aber noch um 21.50 Uhr gesehen - er hatte nicht genügend Zeit für die Tat.

H.P. Karr präsentiert:
Mord nach Rezept
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Manfred Mainau
Familienbande
© bei Autor/Jahn facts&fiction

12.11.17

Grab mit Untermieter

Grab mit Untermieter

Ratekrimi von Richard Janssen

Nur durch Zufall hatten die Friedhofsarbeiter, die nach der Trauerfeier den Sarg hatten bestatten wollen, entdeckt, dass darin nicht nur der verstorbene Leo Scheffler lag, sondern noch ein weiterer Toter. Kommissar Schiller musterte diesen zweiten Toten – einen Mann von Mitte zwanzig mit Glatze und tätowierten Oberarmen. Er trug ein Shirt mit dem Logo der Emerald-Bar. Die Stichwunde in seinem Leib sagte deutlich, wie er ums Leben gekommen war. 

   Ein blutgetränktes Handtuch aus den Waschräumen der Bar, mit dem der Täter offenbar noch die Blutung zu stillen versucht hatte, lag ebenfalls im Sarg.
   Schnell stand damit die Identität des Toten fest – Charly Brenner hatte als Barkeeper in der Emerald-Bar gearbeitet, der Nobeldisco der Stadt.
   Gestorben war er vor etwa 36 Stunden. »Danach muss man den Toten in den Sarg gelegt haben, der hier in der Trauerhalle aufgebahrt war«, folgerte Kommissar Schiller.
   Die weiteren Ermittlungen in der Emerald-Bar ergaben schnell, dass Charly Brenner sich mit seinen Barkeeper-Kollegen Jonas Königstein und Rick Mayer nicht gut verstanden hatte.
   »Charly wurde hier in der Bar ermordet«, sagte Kommissar Schiller, als er den beiden gegenüberstand. »Denn er trug das Shirt mit dem Logo der Bar, das zur Arbeitskleidung der Barkeeper gehört – und in dem Sarg, in dem wir ihn fanden, lag noch ein Handtuch aus dem Personalwaschraum der Bar.«
   »Wann wurde er denn getötet?«, fragte Mayer. »Vielleicht habe ich ja ein Alibi!«
   »Er musst letzte Nacht in den Sarg in der Trauerhalle gelegt worden sein«, erwiderte Schiller. »Wann haben Sie denn Charly hier zuletzt gesehen?«
   »Vorgestern Abend«, sagte Jonas Königstein. »Ich hatte mit ihm die Schicht von 20 bis 24 Uhr. Als ich Feierabend machte, war er noch hier. Er muss nach mir gegangen sein.«
   »Ich habe ihn vor drei Tagen zuletzt gesehen«, meinte Master.  

    »Vorgestern hatte ich frei. Aber was ist mit dem Toten, bei dem Charly im Sarg lag? Wenn Charly ihm noch was schuldig war, dann hat vielleicht einer von Schefflers Angehörigen ihn umgebracht und ihn zu ihm in den Sarg gelegt.«
  »Damit wäre der Fall klar«, sagte Schiller.
Was meinte er?

Lösung: 

Mayer war der Täter. Er kannte den Namen des verstorbenen Leo Scheffler, in dessen Sarg man Charly gefunden hatte, obwohl der Kommissar diesen Namen gar nicht erwähnt hatte.


Die Lösung der Musical-Fragen von gestern
1. Aus den Hits welcher Gruppe besteht das Musical »Mamma Mia!«? 

Lösung: ABBA
 

2. Worum geht im Musical »Buddy«? 
Lösung: Um das Leben von Buddy Holly
 

3. Wer komponierte Musicals wie »Phantom der Oper« und »Cats«? 
Anwort: Andrew Lloyd Webber

4. Wie heißt das Musical, in dem alle Darsteller auf Rollschuhen auftreten? 
Antwort: »Starlight Express«

5. Wer schrieb »Can you feel the love tonight« im Musical »Der König der Löwen« 
Antwort: Elton John

11.11.17

Krimirätsel der Woche:
Die Musical-Intrige

Die Musical-Intrige

Krimirätsel von H.P. Karr
   
Hinter den Kulissen des Musical-Theaters herrscht Hektik. In einer Stunde geht der Vorhang für »Wondergirl« auf, dem Erfolgsmusical mit Ana Sturm in der Hauptrolle. Kommissarin Vera Klein ist hier, weil sie dem Sicherheitschef des Musical-Theaters sie um Hilfe gebeten hat und sie ihm noch einen Gefallen schuldig ist.
    Doch bevor die Kommissarin den Musical-Star sprechen kann, muss sie erst Carla Weiss vorbei, Ana Sturms persönlicher Stylistin. »Wenn man Ana engagiert, muss man Carla als ihre Stylistin ebenfalls engagieren!«, flüstert der Sicherheitschef Vera zu.
    »Ana ist außer sich!«, sagt Clara. »Ich bin jetzt seit zehn Jahren mit ihr unterwegs, aber so habe ich sie noch nie erlebt.«
    In der Garderobe reicht eine wütende Ana der Kommissarin eine Klatschzeitung. »Lesen Sie das! Es ist unglaublich!«
    Während Carla Weiss den Star zu schminken beginnt, liest Vera: »Die missgünstige Ana Sturm hatte schon zu Beginn ihrer Karriere vor zehn Jahren bei 'Mamma Mia!' in Hamburg die Angewohnheit, auf dem Programm hinter die Namen ihrer Mitspieler übelste Beschimpfungen zu notieren.«
    »Dieser Journalist muss einen Informanten aus meiner nächsten Umgebung haben!«, zischt Ana. »Zum Beispiel dies hier: 'Anas Hochzeit mit Soap-Star Marc Hatlock vor drei Jahren wäre beinahe geplatzt. Denn Marc erwischte seine Ana nach einer Vorstellung von 'Buddy' im Essener Colosseum mit einem der Tänzer.' Das ist...«
    »Ruhig, Liebes!«, sagt Carla und pudert an Ana herum. Vera Klein liest weiter: »...zertrümmerte Ana schließlich vor zwei Jahren in Stuttgart ihre ganze Garderobe, nur weil ihr die Tapeten nicht gefielen...'«
    »Das ist Rufmord!«, tobt Ana und kontrolliert die Arbeit  ihrer Stylistin im Spiegel. Sie ist nicht zufrieden. »Was soll das, Carla?«, keift sie. »Du weißt doch, dass ich dieses Rouge nicht vertrage! Ich kriege Ausschlag davon!«
    »Verzeihung!«, murmelt die Make-up-Stylistin. »Ich hole sofort das richtige.« Carla stürzt aus der Garderobe.
    »Carla wird alt!«, sagt Ana kühl. »Ich habe ihr schon gesagt, dass das Engagement hier das letzte für sie ist.« Sie sieht Vera Klein an. »Los - sagen Sie mir, woher dieser Klatschjournalist diese Dinge weiß! Wer mich hier hintergeht!«

Wer kommt als einziger als Verräter in Frage?
   
    »Überlegen Sie einmal«, sagt Vera Klein, »wer bei all diesen Vorfällen bei Ihnen war.«
    »Sie meinen - Carla?«
    »Genau«, sagt Vera. »Wer sonst kann wissen, was Sie in den letzten zehn Jahren in Ihrer Garderobe getan haben!«
    »Aber das heißt ...«
    »... dass Sie sich mal ein paar Gedanken darüber machen sollten, wie Sie ihre Mitarbeiter behandeln!«, sagt Vera.
   
   
Weitere Fragen:
1. Aus den Hits welcher Gruppe besteht das Musical »Mamma Mia!«?


2. Worum geht im Musical »Buddy«? 

3. Wer komponierte Musicals wie »Phantom der Oper« und »Cats«?


4. Wie heißt das Musical, in dem alle Darsteller auf Rollschuhen auftreten?


5. Wer schrieb »Can you feel the love tonight« im Musical »Der König der Löwen«?




Lösungen im Blogeintrag von morgen
   
H.P. Karr

Die Musical-Intrige
© by Autor/Jahn facts&fiction