27.4.14

Bernhard Aichner
Totenfrau

Brünhilde Blum – genannt BLUM - ist Bestatterin. Mark – ihr Mann, ist Polizist. Als Mark vor ihrem Haus überfahren wird und stirbt, bricht für Blum eine Welt zusammen. Dann, als sie Marks Sachen sortiert, stößt sie auf seinem Handy auf die Gesprächsaufzeichnungen mit einer jungen Frau – Dunja – die Mark vernommen hat, um den Menschenhändlern auf die Spur zu kommen, die Dunja und andere aus Kroatien ins Land gebracht haben. Um sie auszunutzen. Als billige Arbeitskräfte und als Prostituierte. Blum macht sich auf die Suche nach Dunja, findet sie. Dunja ist sicher, dass Marks Tod kein Unfall, kein Zufall war. Und  Blum nimmt sich vor, die Männer zu finden, die Dunja Gewalt angetan haben – um sie dafür bezahlen zu lassen und um Informationen über Marks Tod zu finden.
Der Fotograf, der Priester, der Koch, der Clown und der Jäger – mehr als diese Beschreibungen kann Dunja von den Männern nicht geben. Doch Blum und ihr Vertrauter Massimo, ein Freund Marks, finden die Männer, einen nach dem anderen. Und ihre Rache ist grausam – schließlich hat sie als Bestatterin ausreichend Erfahrung im Umgang mit Toten.
Eine spannende, vorwärtstreibende Geschichte, ein absolut ungewöhnlicher Stil: Kurze Abschnitte, prägnante Dialoge – Bernhard Aichner ist immer ganz nah dran an seiner Hauptfigur. Er folgt Blum bei ihrem Rachefeldzug, nimmt uns Leser mit ins Boot und lässt und mitzittern, ob Blum ihr Vorhaben gelingt – und hoffen, dass sie damit davonkommt. Spannung pur, Krimi vom Feinsten.
Reinhard Jahn WDR5 Mordsberatung am 26.4.2014

Bernhard Aichner
Totenfrau
btb

Oliver Henkel
Kaisertag



Krimi mal ganz anders – bunt und abenteuerlich. Spannung ganz wilhelminisch.
Vor hundert Jahren, im Spätsommer 1914 begann mit dem Attentat auf den Thronfolger Österreich-Ungarns, Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajewo der Erste Weltkrieg.
Was wäre geschen, wenn der Attentäer damals gescheiteret wäre, wenn der Erzherzog überlebt hätte. Kein Erster, kein Zweiter Weltkrieg in Mitteleuropa, stattdessen lebten wir jetzt – etwa im Jahr 1988 – in einem preußisch-wilhelminisch geprägten Deutschland. Es regiert Kaiser Wilhelm V., Fotokopien heißen "Agfagraphien", für Fernreisen benutzt man den Zeppelin und Iris Berben spielt die Hauptrollen in vaterländischen Heimatfilmen. In Norddeutschland muss man sich mit dänischen Separatisten auseinandersetzen.

Und es gibt Privatdetektive wie Friedrich Prieß aus Hamburg, der von der Offizierswitwe Franziska Diebnitz beauftragt wird, herauszufinden, warum ihr Mann gestorben ist. Oberst Diebnitz war beim RMA – dem Reichamt für Militärische Aufklärung – tätig und der offiziellen Lesart nach beging er weit draußen vor den Toren von Lübeck Selbstmord.
Bei seinen Recherchen trifft Detektiv Prieß nicht nur seine alte Liebe Alexandra wieder, die inzwischen Polizeipräsidentin von Lübeck geworden ist – er stößt auch auf eine ungeheuere Verschwörung, der Oberst Diebnitz auf die Spur gekommen war – was ihm das Leben kostete.
Krimi mal ganz anders – bunt und abenteuerlich. Spannung ganz wilhelminisch.
Reinhard Jahn WDR5 Mordsberatung am 26.4.2014

Oliver Henkel
Kaisertag
Atlantis




Kritik in Kürze:
Alternativ-Krimi
Wir schreiben 1988, in Deutschland regiert Wilhelm V., Zeppeline beherrschen den Himmel und den Zahlungsverkehr erledigt man über die "Depositen-Casse". Die Weltgeschichte hat einen vollkommen anderen Verlauf genommen, nachdem im Juni 1914 das Attentat auf den Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajewo gescheitert ist. In einer liebevoll ausgedachten wilhelminischen Alternativwelt ermittelt der Hamburger Privatdetektiv Friedrich Prieß für die Offizierwitwe Franziska Diebnitz. Warum beging der Gatte Selbstmord? Oder war es Mord?
Für "Kaisertag" hat sich Oliver Henkel ein sorgfältiges Szenarium ausgedacht – sein Detektiv ist ein wilhelmischer Philip Marlowe, der bei seinen Recherchen herausfindet, dass Oberst Diebnitz vom Reichsamt für Militärische Aufklärung einer riesigen Verschwörung auf der Spur war. Zum Vergnügen an dem über weite Strecken vorhersehbaren Krimi kommt beim Lesen die Freude an der detailreich geschilderten "Was wäre wenn"-Welt.
jah
Krimi mal anders  (3/5 Sterne)

Oliver Buslau
Die Orpheus-Prophezeiung



Ein Musik-Thriller auf den Spuren von Dan Brown – eine Jagd durch die Metropolen Berlin und Wien auf der Suche nach einem uralten Geheimnis.
Mara Thorn ist eine ebenso gut aussehende wie brillante junge Geigerin, eine Mischung aus Vanessa-Mae und David Garrett. Ihr Instrument – eine schwarze Violine – ist ihr von einem unbekannten Gönner zur Verfügung gestellt worden.  Mara bereitet sich gerade auf einen großen Auftritt  vor, als sie am Handy Zeuge des tödlichen Unfalls ihres Managers und Impressarios John S. Gritti wird. Ab sofort gerät ihr Leben absolut durcheinander – denn sie kann nicht glauben, dass Gritti wirklich Opfer eines Unfalls wurde.
Und sie wird gezwungen, sich mit der Herkunft ihrer Geige zu verfassen, die durch ein seltsames Symbol gekennzeichnet ist – das einem Muttermal gleicht, das Mara auf der Schulter hat. Ihre Jagd nach der Wahrheit führt Mara von Berlin nach Köln und schließlich nach Wien. Da macht ihr der verschrobene Antiquar Jakob Lechner klar, dass hinter all den Ereignissen eine mysteriöse "Orphische Gesellschaft" steckt, die nach dem Geheimnis der Melodien sucht, mit denen Orpheus seinerzeit Eurydike von den Toten erweckte.

Ein Musik-Thriller auf den Spuren von Dan Brown – eine Jagd durch die Metropolen Berlin und Wien auf der Suche nach einem uralten Geheimnis. Eine Heldin, die mit ihrer zupackenden, bodenständigen Art jeden in ihren Bann zieht.
Reinhard Jahn WDR Mordsberatung am 26.4.2014

Oliver Buslau:
Die Orpheus-Prophezeiung
Goldmann


Ursula Sternberg
Ruhrbeben



Idgie Callahan ist eine ungewöhnliche Frau – in den besten Jahren würde man sagen, Meeresbiologin, Motorradfahrerin. Als ihr Geliebter Hannes Schindler an einer mysteriösen Krankheit stirbt und Idgie sein Häuschen im Münsterland vererbt, findet sie dort einen versteckten USB-Stick mit Unterlagen, die Hannes gesammelt hat. Es geht um Fracking, das vor Idgies Augen auf dem Land betrieben wird: Das Lösen von Erdgas aus tief liegenden Gesteinsschichten durch das Einpumpen von chemisch behandeltem Wasser. Was kaum jemand weiß: es fallen beim Fracking auch radioaktive Flüssigkeiten an, die Rohre und  Abraum verstrahlen. Hat Idgies Freumd etwa herausbekommen, wie die EOAG (European Oil and Gas) diese Dinge im Ruhrgebiet – u.a. in Essen -  entsorgt?

Dort arbeiten Manni und Ruth, er bei den Wasserbetrieben und sie im Gesundheitsamt. Und viel enger als als durch die Nachbarschaft im Stadtteil werden sie durch das Sturmtief Cassandra zusammengeschweißt, das über das Ruhrgebiet zieht und für Überschwemmungen sorgt. Seltsame Vergiftungen lassen den Verdacht entstehen, dass das Oberflächenwasser radioaktiv versucht ist. Doch wodurch? 

Viele Fakten zum Fracking, dazu genau recherchierte Schilderungen das kommunalen Krisen-Managements bei Sturm und Hochwasser in der Ruhrgebietsmetropole:  Ursula Sternberg setzt bei ihrem Umwelt-Thriller manchmal mehr auf die Umwelt, als auf den Thriller. Dennoch ist die Geschichte durchgehend spannend – und am Ende ungeheuer aufwühlend.
Reinhard Jahn WDR5 Mordsberatung am 26.4.2014
Ursula Sternberg
Ruhrbeben
Emons

20.4.14

Die telefonische Mordsberatung- Brennpunkt Metropole
Factsheet


Die telefonische Mord(s)beratung:Brennpunkt Metropole

Samstag, 26.04.2014


Schnelllebig und pulsierend ist das Leben in der Großstadt häufig beschrieben. Und es gibt es auch die Schattenseiten und Abgründe, die hervorragende Schauplätze für gute Kriminalromane bieten.


Ihr Krimi-Kompetenzteam: Reinhard Jahn, Thomas Hackenberg, Ingrid Müller-Münch, Ulrich Noller
Foto: WDR, mit freundlicher Genehmigung

Die Großstadt als Schmelzpunkt der Kulturen, der Träume, des Geldes und des Verbrechens – nicht erst seit Alfred Döblins "Berlin Alexanderplatz" ist die Metropole schillernder Schauplatz von Literatur.
Das Los Angeles von Raymond Chandler, das New York von Jerome Charyn oder das Kapstadt des Deon Meyer sind bekannte Krimi-Metropolen mit eigenem Sound. Die Krimiexperten Ulrich Noller (KrimiZEITBestenliste), Reinhard Jahn (Bochumer Krimiarchiv) und die Journalistin Ingrid Müller-Münch haben sich an weiteren Großstadt-Tatorten umgesehen und empfehlen unter anderem die besten Thriller aus Berlin, Barcelona, London, Rom und Paris. Außerdem berät das Krimi-Kompetenz-Team natürlich wieder alle Livegäste in kniffeligen Krimi-Fragen.

Moderation: Thomas Hackenberg

Live aus dem
Bürgerkulturzentrum Windeck, 
in der Halle Kabelmetal.
Schönecker Weg 5
51570 Windeck
Beginn: 21.00 Uhr
Ende: 23.00 Uhr



Megacities und Metropolen

Es gibt 10 Megacities – Städte mit mehr als 10 Mio Einwohnern.
Megacity
Land
Einwohner
Tokyo
Japan
31.480.000
Shanghai
China
14.609.000
Bombay
Indien
12.693.000
Karachi
Pakistan
11.627.000
Delhi
Indien
10.928.000
Neu Delhi
Indien
10.928.000
Manila
Philippinen
10.444.000
Moskau
Russ Föderation
10.381.000
Seoul
Südkorea
10.323.000
São Paulo
Brasilien
10.021.000

Quelle: http://www.laenderdaten.info/megacities.php

Die 10 tödlichsten Städte der Welt:
1.    San Pedro Sula, Honduras
159 Morde auf 100.000 Einwohner – das ist der traurige Rekord der Drogenstadt.
2.    Ciudad Juarez, Mexiko
6.000 Todesopfer der Drogenkartelle zwischen 2008 und 2010, doch „nur“ 148 Morde auf 100.000 Einwohner – das reicht für Platz 2
Weiter http://www.tourexpi.com/de-intl/news.html~nid=65311

Die gefährlichsten Städte der Welt
Kairo – In die Liste der gefährlichsten Städte gelangte Kairo hauptsächlich wegen der willkürlichen terroristischen Anschläge auf Touristenziele in den letzten Jahren.
Johannesburg – Hier ist bekanntlich die Kluft zwischen „arm“ und „reich“ besonders groß. Es gibt Gegenden, in die Sie ein Taxifahrer niemals bringen wird. Besonders „beliebt“ ist das „Car Hijacking“, bei dem vorzugsweise Autos, die an einer Kreuzung halten, überfallen werden. Dennoch ist die Lage heute besser, als der Ruf der Stadt.
Kapstadt – Manche beschreiben die Stadt als gefährlich, andere sagen, Kapstadt habe ein angenehmes Klima. Auch hier gilt: Keine persönlichen Ausweise im Auto liegen lassen, am besten vorher Kopien davon anfertigen. Eigene Wertsachen sollten niemals offen zur Schau gestellt werden, sonst ist man sie schneller wieder los, als man glaubt. Trotzdem gehört die Stadt zu einer der sehenswertestens Städten in Südafrika.
Weiter: http://www.mycitytrip.com/reisemagazin/die-gefaehrlichsten-grossstaedte-der-welt.25.htm

Und noch mehr Listen
Welche 10 Städte haben die höchste Kriminalitätsrate?
Die teuersten Städte der Welt - Hier ist das Leben richtig kostspielig
Die Städte mit den meisten Millionären - Die Top 10
Die größten Städte der Welt

 

Autoren und ihre Städte:

Raymond Chandler: Los Angeles (in den dreißigern)
3,7 Millionen Einwohner im Stadtgebiet
11,8 Millionen in der Metropolenregion

Raymond Chandlers Los Angeles
„‚Wir haben die aufgedonnerten Restaurants, Nachtklubs und das Gesindel einer hartgekochten Großstadt mit weniger Persönlichkeit als ein Pappbecher.’ — ‚Es ist dasselbe in jeder Großstadt, Amigo.’ — ‚Eine echte Großstadt hat noch etwas anderes, irgendeine knochige Struktur unter dem Mist. Los Angeles hat Hollywood — und hasst es. Es sollte sich verdammt glücklich schätzen. Ohne Hollywood wäre es eine Versandhausstadt: Nichts im Katalog, das man nicht woanders besser bekäme.’“ (‚The Little Sister’)
Quelle:
Dark City – Raymond Chandlers Los Angeles


Dashiell Hammett: San Francisco (in den dreißigern)
802000 Einwohner. Eher eine kleine Metropole, wie Frankfurt/M (687000)
"Der Malteser Falke" mit Sam Spade

Ed McBain: "Isola" (= New York)
Die Einwohnerzahl von Isola ist nicht bekannt,
New York hat etwa 8 Millionen Einwohner, größte Stadt der USA
Die Metropolenregion hat 18,9 Millionen Einwohner
Polizei-Romane mit dem 87ten Revier.
Isola ist eine fiktive Stadt, die sich an New York orientiert. Ed McBain erfand sie, so die Legende, weil er beim Schreiben seiner ersten Polizeiromane nicht dauernd vor Ort nach-recherchieren wollte.
WIKIPEDIA: The city is based on New York City, and similarly, has five sections, corresponding with the five boroughs of New York: Isola (Manhattan), Bethtown (Staten Island), Calm's Point (Brooklyn), Majesta (Queens), and Riverhead (Bronx). It has two major rivers, the Harb and the Dix, which inexplicably flow in a westerly direction despite the fact that Isola is on the East Coast.

Leo Malet: Paris ( in den vierzigern)
Aktuell hat Paris 2.249.975 Einwohner
Die neuen Geheimnisse von Paris (Les Nouveaux Mystères de Paris) ist ein 15-teiliger Romanzyklus mit dem Detektiv Nestor Burma, der jeden Roman in einem anderen "arrondissement" ansiedelt.
WIKIEPDIA: 1943 erschien sein Roman 120, Rue de la Gare, der Beginn einer Reihe um den Pariser Privatdetektiv Nestor Burma, an der er die nächsten 30 Jahre schrieb. Bekannt wurde Nestor Burma durch 15 Kriminalromane, die den Zyklus "Die neuen Geheimnisse von Paris" bilden. Dies ist eine Anspielung auf den bekannten Roman "Die Geheimnisse von Paris" von Eugène Sue.
http://de.wikipedia.org/wiki/Leo_Malet


Paco Ignacio Taibo II (kurz "PIT" genannt): Mexico City
Mexico City /Mexiko-Stadt) hat etwa  8,8 Millionen Einwohner
PIT schrieb bisher etwa 8 Krimis mit dem mexikanischen Privatdtetektiv Hector Belascoaran Shayne ("Shayne" ist eine Referenz an den US-Detektiv "Michael Shayne", dem Serienhelden des US-Autors Brett Halliday in den 30ern)
WIKIPEDIA: Taibo II gilt als Begründer des neuen lateinamerikanischen Kriminalromans, der Stilmittel des Abenteuerromans, Politthrillers und Krimis miteinander verbindet. Weltweit bekannt wurde er durch die Figur des erst gestorbenen und dann wiederauferstandenen unabhängigen Detektivs Héctor Belascoarán Shayne, der im Großstadtdschungel von Mexiko-Stadt Ermittlungen durchführt, die ihn immer wieder in einen Sumpf von Korruption und politischer Repression führen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Paco_Ignacio_Taibo_II

Martin Cruz Smith: Moskau
Die Stadt hat etwa 11,5 Millionen Einwohner
Für seinen Roman "Gorki Park" mit seinem Helden Arkadi Renko (bisher acht Romane) entwarf der US-Amerikaner Martin Cruz Smith (*1942) ein halb recherchiertes, halb imaginiertes Moskau, das der damaligen Leserschaft eine atmosphärisch dichten, detailreichen Einblick in die Hauptstadt der "alten" Sowjetunion bot. Dort war - nach Erscheinen des Buches – der Besitz eines Exemplars von "Gorki Park" bei Strafe verboten. Für die Verfilmung wurden Glasgow und  Helsinki zu "Moskau" umgestylt.
Für seine späteren Arkadi Renko-Romane recherchierte Smith dann ausführlich vor Ort in Russland.
http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Cruz_Smith
Alf Mayer sagt dazu: Vor allem Moskau. Immer wieder Moskau. Und Russland. Die Heimat von Arkadi Renko. Moskauer Polizist und Outcast. Geschundener, Geprügelter. Gerechtigkeitsagent, Philosoph. Liebhaber, Ersatz-Vater. Sohn eines Generals, Veteran und Stoiker. Dieser komplexe russische Charakter betrat die Weltbühne erstmals 1981. Die Romanidee eines amerikanischen Autors, damals mitten im Kalten Krieg einen russischen Polizisten in Moskau zur Hauptfigur zu machen, wurde zuerst abgelehnt, erschien als Marktlücke aber dann so revolutionär und exotisch, dass Smiths Literaturagent bei Random House ein Honorar von einer Million Dollar lockerzumachen vermochte.
http://www.getidan.de/gesellschaft/leben/alf_mayer/10293/martin-cruz-smith-und-seine-arkadi-renko-romane


Leonardo Padura: Havanna,
bzw (spanisch La Habana)
oder vollständiger: Villa San Cristóbal de La Habana
Havanna ist die Hauptstadt Kubas und hat 2,1 Millionen Einwohner
Das Havanna-Quartett von Leonardo Padura (* 1955 in Havanna)
In seinem „Havanna-Quartett“ fängt er die spezifische Stimmung der Krisenjahre Anfang der 1990er ein, in denen Kuba wirtschaftlich unter dem Wegbrechen der Solidar- und Handelsbeziehungen zum ehemaligen Ostblock zu leiden hatte. Der Polizeikommissar Teniente (Leutnant) Mario Conde als Protagonist repräsentiert eine Generation von Enttäuschten und romantisch Nostalgischen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Padura

Hamburg: Frank Göhre
Hamburg hat etwa 1,7 Millionen Einwohner
Frank Göhre schrieb die "Kiez Trilogie", später ergänzt um einen vierten Band, über die Machtkämpfe und die Verschiebungen im Rotlichtviertel St. Pauli in den Achtzigern – die schließlich mit dem Auftritt des "Kiez-Killers" Werner "Mucki" Pinzner endeten, der noch in U-Haft ein Blutbad anrichtete
http://de.wikipedia.org/wiki/Mucki_Pinzner


Tokio: Mo Hayder, Barry Eisler 
Mit 31 Millionen Einwohner die größte "Megacity" der Welt.
Mo Hayders Roman "Tokio" ist die Geschichte einer Studentin die nach Tokio kommt, um ein Massaker aus dem japanisch-chinesischem Krieg (Nanking 1937) aufzuklären.
Mo Hayder (*1962) lebte einige Zeit in Tokio und arbeitete dort als Hostess und Englisch-Lehrerin.

Barry Eisler (*1964), arbeitete einige Jahre für die CIA  (als was auch immer), ehe er Schriftsteller wurde und  "John Rain", den Tokio Killer erfand (Bisher 7 Bände)
Barry Eisler über Barry Eisler: "Barry Eisler ist ein Thriller-Genie. Mit John Rain, dem Tokio Killer für natürliche Todesarten, erfand er einen Helden, der Männer begeistert - durch perfektes Karate zum Beispiel (schwarzer Gürtel!), perfekte Tarnung und perfekten Mut in lebensgefährlichen Situationen. Außerdem ist er ein Samurai (durch seinen japanischen Vater) und  ein amerikanischer Held (Vietnam-Krieg, CIA-Söldner). Er gefällt aber auch Frauen, weil er keinen Mordauftrag gegen sie annimmt, oft genug an sich selbst zweifelt, sich verliebt - und seiner Liebe treu bleibt, auch wenn er sich mit neuen Frauen einlässt.
http://www.barryeisler.com/index_german.php

Hongkong: John le Carré
"Eine Art Held" (The Honourable Schoolboy) ist "der" Hongkong-Thriller. Für den Mainstream-Roman ist dies "Noble House Hongkong" von James Clavell (1924-1994), in dem die Geschichte vom Aufstieg eines Handelshauses erzählt wird.
In John le Carrés Roman geht es um den Gelegnheitsagenten Jerry Westerby, der vom britischen Geheimdienstchef  "Control" für eine hoch brisante Operation nach Hongkong geschickt wird.
http://de.wikipedia.org/wiki/Eine_Art_Held