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25.2.19

An der Krimi-Bar - Teil 4

TATORT-Kommissare

Was darf es sein? Einen Cocktail vielleicht oder ein Bier... Sehr wohl...

Bier geht sehr gut heute. Die drei Herren da, ja. Irgendein Stammtisch oder Kollegentreffen, wenn ich es richtig gehört habe. Polizisten, wenn sie genau hinschauen sehen Sie, dass sie ihre Waffen dabeihaben. Unter der Jacke, ja... Wahrscheinlich Kriminalpolizei, denn so eine Dienstmarke habe ich bei einem von den dreien auch gesehen. Dieses ovale Ding mit dem Landeswappen... ach so, Sie haben sowas noch nie zu Gesicht bekommen. Schön für Sie...

Also dieser eine Herr mit der Jacke da... wenn die beiden anderen ihn nicht mitgebracht hätten, wäre der Herr so nicht bei mir in die Bar gekommen. Irgendwie abgerissen, finden Sie nicht? Und der Ton, den er am Leib hat. Nun gut, so lange sich die anderen Gäste nicht beschweren. Und die Kollegen sagen auch manchmal: "Horst - nicht so laut!". Kommt irgendwo aus dem Ruhrgebiet. Sagt "Halt die Fresse!" und "Mensch-mensch-mensch..."

Sein Kollege da ist schon eher unser Stil. Stil, ja. Ruhig. Bedächtig. Erst nachdenken, dann reden. Stilvoll eben, obwohl er aus dem Ruhrgebiet kommt, aus Essen, glaube ich. Ein bisschen melancholisch vielleicht. Einer, der erst mal zuhört und dann fragt. Ich kann schon verstehen, dass er bei der Kripo ist... also ich würde ihm alles erzählen, wenn er mich verhört. Hat ein Foto von seiner geschiedenen Frau in der Brieftasche und erzählt die ganze Zeit, wie gut er sich noch mit ihr versteht...

Der dritte... ja, da weiß ich nicht genau. Sieht ja eigentlich aus wie ein Bauarbeiter, aber scheint viel Geld zu haben. Oder jetzt weniger... TELEKOM-Aktien, wenn Sie verstehen, was ich meine. Wenn Sie noch ein bisschen warten, fängt er wieder an zu singen, wie gestern abend schon. Gar nicht mal schlecht, wirklich nicht... aber er hat gemeint, ohne seinen Kumpel Brocki wäre das mit dem Singen nur der halbe Spaß...

Ja, die Herren... noch eine Runde Pils....

Ach Sie kennen die Herren? Können Sie mir da vielleicht mal auf die Sprünge helfen?


Der mit der Jacke: Kommissar (a.D.) Schimanski (Götz George)
Der aus Essen: Kommissar Haferkamp (Hansjörg Felmy)
Der, der singt: Kommissar Stoever (Manfred Krug)



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24.2.19

An der Krimi-Bar - Teil 3

 Drei Damen beim Tee

Was darf es sein? Eine Tasse Tee oder einen Cappuccino oder einen Espresso oder... Sehr wohl....

Ja, die Damen halten ihr Teestündchen. Irgendwas haben sie mit Verbrechen zu tun, das habe ich aufgeschnappt, als ich den Tee und die Bisquits serviert habe.

Natürlich, in einer guten Bar bekommen Sie alles. Auch Tee... und zwar nach dem guten alten englischen Rezept:
Pro Tasse einen gehäuften Teelöffel Tee in die Kanne geben. Frisches Wasser zum Kochen bringen und sprudelnd auf die Blätter gießen, so daß sie gut bedeckt sind und nach 3 bis 5 Minuten Ziehdauer mit heißem - nicht mehr kochendem - Wasser auffüllen.  Et voila - den fertigen Tee umrühren und durch ein Sieb in eine vorgewärmte Servierkanne umfüllen oder direkt ausschenken.

Ein seltsames Trio, nicht wahr? Zuerst habe ich die beiden jüngeren auch für die Töchter der alten Lady gehalten. Aber Sie haben es bestimmt gemerkt - die Lady ist Engländerin und die beiden Damen kommen .... nun ja, die eine kommt zumindest aus Skandinavien.  Und die andere - ich tippe: Amerikanerin. Cool, beherrscht, irgendwie sehr effektiv, nicht wahr?

Ich glaube, die Amerikanerin hat irgendetwas mit Medizin zu tun. Sie hat einen komischen Titel: Chief Medical Examiner oder so. Wenn ich fragen würde, ob ein Arzt hier ist, würde sie sie sich bestimmt melden. Jedenfalls hat sie der alten Lady vorhin genau erklärt, was man aus Strangulationsmalen und anderen Dingen an einer Leiche herauslesen kann.

Nicht, dass die Lady das sehr interessiert hätte. Sie hat der Skandinavierin von dem Örtchen erzählt, in dem sie lebt. St. Mary Meade, wenn ich mich recht erinnere. Die Skandinavierin sieht zwar nicht so cool und so effektiv aus wie die Amerikanerin, aber - unter uns - wenn ich was auf dem Kerbholz hätte, möchte ich es nicht mit ihr zu tun bekommen. Sie erzählt viel von ihrer Freundin Cecilie und ihren Kollegen, mit dem sie sich prächtig versteht: Billie T und Hakon Sand.

Da kann die Lady nur lächeln, und dann sagt sie, dass sie auch so eine Art Mitarbeiter hat, ihren Neffen Raymond West nämlich. Da hat die Amerikanerin ihre Nicht erwähnt: Lucy Farinelli.
Sonst hat sie wohl kaum Freunde. Aber wenn Sie mich fragen... die Amerikanerin und die Skandinavierin - die beiden könnten gut Freundinnen werden... wenn Sie verstehen, was ich meine.
Ach, Sie kennen die Damen?

Die Skandinavierin: Hanne Wilhelmsen (Anne Holt)
Die Amerikanerin: Kay Scarpetta (Patricia Cromwell)
Die Engländerin: Jane Marple (Agatha Christie)



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