11.9.12

Paul Collins
Der Mord des Jahrhunderts: Der Fall Guldensuppe

New York 1897 - aus dem Hudson wird ein männlicher Torso geborgen. Andere Teile der Leiche tauchen ebenfalls am Fluss auf. Die Polizei geht zuerst vom Scherz einiger Medzinstudenten aus.
Wer allerdings sofort auf den Fall einsteigt,ist die Presse - die Zeitungen New York. Allen voran die beiden Tabloid-Flagschifff - die World von John Pulitzer und das Journal von Randolph Hearst.
Die Namen der beiden wird später jeder kennen, der sich mit Publizistik befasst - in dieser Geschichte, einem dokumentarischen Roman, sind die am Beginn ihrer Karriere als Zeitungsmacher.
Wie sich die Reporter der Boulevardpresse in die Ermittlungen einmischen, wie sie sie vorantreiben, das hat Paul Collins offenbar akribisch recherchiert - denn wer die Anmerkungen Ende des Buches liegt, der findet viele Quellen und Nachweise.
 Die Reporter der beiden Sensationszeitungen belauern Zeugen, man setzt hohe Belohnungen aus - zeurst für die Identifizierung des Toten, später für die Ergreifung eines Mordverdächtigen.
Der Toten ist John Guldensuppe, ein deutscher Einwanderer, und in das Mileu der deutschen Einwanderer führen sie Spuren des Mordverdächtigen - eines deutschstämmigen Friseurs, der bald verhaftet und vor Gericht geetellt wird.
Der Roman liefert nicht nur eine spannende. Mordgeschichte, die Geschichte eines echten Falles, verbunden mit viel Atmospähre aus dem vorletzten Jahrhundert. Er erzählt auch von der Geburtsstunde des Boulevardjournalismus, indem er die Arbeit der Sensationsreporter der damaligen Zeit zeigt.
Reinhard Jahn WDR5 Mordsberatung

Paul Collins
Der Mord des Jahrhunderts: Der Fall Guldensuppe
Irisiana